Wolfacher Fasnetseite

von Frank Schrader

Narro!!!

Zunftwappen

Die Wolfacher Fasnet hat mit acht verschiedenen Narrentypen und zwölf Fasnetumzügen innerhalb von acht Tagen das vielfältigste Fasnetbrauchtum im schwäbisch-alemannischen Raum aufzuweisen. Jeder kann sich hier an der Fasnet im Rahmen des überlieferten Brauchtums nach Belieben beteiligen, ohne zuvor einem Verein beitreten zu müssen. Dies macht den besonderen Reiz der Wolfacher Fasnet aus.


Neues zur Wolfacher Fasnet

von Frank Schrader

Wolfacher Narrenfahnen gab es bereits 1939

Die Freie Narrenzunft Wolfach rief am 15. Februar 1939 in einer Zeitungsannonce im Kinzigtäler erstmals die hiesigen Narren dazu auf, am Schellementig die Häuser närrisch zu schmücken und zu zieren und gab dazu die Parole aus: "Wolfach ist lustig und froh von unten bis oben und von außen und innen!" Dieser "Appell an die närrische Fantasie" fiel auf "fruchtbaren Boden", wie der "Kinzigtäler" am 21. Februar 1939 berichtete: "Fahnen in originellster Aufmachung flatterten durch den Wind, bunte Guirlanden überkreuzten die Straßen, Spritzkannen, Hunde, Katzen, Puppenwagen, Heringe, Köpfe, Füße usw. zierten Fenster-Ecken und Hauseingänge und machten von vornherein darauf aufmerksam, daß Wolfach über Fasnet ganz unzweifelhaft an allen Ecken verrückt und fröhlich ist.

Neues zu den Wolfacher Narrenfahnen

Altes Wolfacher Fasnetlied entdeckt

dito

Der in Wolfach geborene Telegraphenbeamte Josef Roberz (1885-1970) war im Familienkreise bekannt für seine heiteren und besinnlichen Gedichte und Lieder zu Familienfesten; er betätigte sich auch als Maler. Am Fasnetsamstag, den 2. März 1935, veröffentlichte die Zeitung "Der Kinzigtäler" Roberz' "Lied vom Wolfacher Wohlauf", das er auf die Melodie des Studentenliedes "Krambambuli" dichtete.

Ausführliche Beschreibung des Fasnetliedes

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S'goht degege!

von Karl Blattner

Wohlauffahne

Sin emol ganz müsleschtill
un horche, was i sage will:
I glaub, 's isch ebis nit ganz g'hür
hinter eure Bühnedür!

Dert, in selle Käschte drin,
wo die Fasnetsache sin,
duet sich allwiel ebis rege.
Jetz' glaub i bal', es goht degege!

Wenn's nit glaubsch, no losch es bliebe,
nu de Lüt, wo d'Fasnet liebe,
dene isch's Musik für d'Ohre,
wie die Larve rum rumore.

Horch, wie d'Hanselschelle klinge
un wie d'Kapotthuetle schwinge.
In de Eck de Ritterdege
wischberet: "Es goht degege!"

's Wohlaufmale in de Kischt
singt scho vom Herr Entekrischt
un de Landsknecht, seller Schelm,
butzd si Babbedeckelhelm.

D'Rungungle kenne's nit verhebe,
welle nus un welle lebe.
De Hansel schreit im enge Hus:
Jetz len mi do au endlich nus!

Wenn d'Fasnet au nit alle möge,
anneweg, jetz goht's degege!

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